Der Lösungs-Report

Ökologische Anbaumethoden welche die
Nahrungsmittelproduktion gewährleisten und
negative Auswirkungen auf Bienen vermeiden

Zusammenfassung

Wild- und Honigbienen spielen für die biologische Vielfalt und die weltweite Ernährungssicherheit eine entscheidende Rolle. Der drastische Rückgang dieser Insektenbestäuber, der seit einigen Jahrzehnten in Europa und Nordamerika zu beobachten ist, gibt daher Anlass zur Besorgnis.

Die Anzahl der domestizierten Honigbienen in Europa ist zwischen 1985 und 2005 um erschreckende 25 Prozent gesunken. Der Rückgang der Bienen hat weltweit zu einer sogenannten „Bestäubungskrise“ geführt – einer Situation, in der die durch Bienen erbrachte Bestäubungsleistung begrenzt ist; dies hat möglicherweise negative Auswirkungen auf die Ernteerträge und die Qualität von Kulturpflanzen. Wissenschaftliche Forschungsarbeiten zeigen, dass eine ausreichende Vielfalt an Wildbienenarten vorhanden sein muss, damit eine nachhaltige Produktion von Kulturpflanzen sichergestellt werden kann. Eine einzige Bestäuberart – die domestizierte Honigbiene – kann demzufolge nicht für eine ausreichende Bestäubung sorgen.

Eine ausreichende Vielfalt von Wildbienen ist auch die Voraussetzung dafür, dass wir jeden Tag Essen auf dem Tisch haben. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die moderne industrielle Landwirtschaft am Rückgang der Bienen und ihrer Bestäubungsleistung für Nutz- und Wildpflanzen beteiligt ist. Der immer intensivere Einsatz von Düngemitteln, Herbiziden und Insektiziden und ihre synergistischen negativen Auswirkungen auf die Gesundheit von Bienenvölkern (Johnston et al. 2014, Tirado et al. 2013) sowie der Verlust natürlicher und naturnaher 1 Lebensräume auf Feldern, in Agrarbetrieben und in Agrarlandschaften sind die Hauptursachen für den Rückgang der Bienen. Darüber hinaus ist das chemisch-intensive industrielle Agrarmodell für folgende Probleme verantwortlich: zunehmende Resistenz von Schädlingen und Unkraut; geringere Fruchtbarkeit und Wasserspeicherfähigkeit der Böden; Verschmutzung des Grundwassers; hoher Energieverbrauch und hohe CO2-Emissionen; geringere Widerstandsfähigkeit bzw. erhöhte Verwundbarkeit gegenüber dem Klimawandel. Darüber hinaus werden Landwirte unter diesem Paradigma zunehmend abhängig vom Saatgut und den chemischen Erzeugnissen multinationaler Konzerne.

Dies sind nur einige weitere Beispiele für die negativen Auswirkungen der derzeit vorherrschenden chemisch-intensiven industriellen Agrarpraktiken. Ein Modell, das auf Methoden der ökologischen Landwirtschaft basiert, könnte als Alternative die Nahrungsmittelproduktion sicherstellen, ohne dass daraus die oben dargelegten Probleme entstehen. Die in diesem Report besprochenen wissenschaftlichen Studien zeigen, dass die Einführung der ökologischen Landwirtschaft möglich ist und dass dies die einzige Lösung für die wachsenden Probleme darstellt, die mit der chemisch-intensive industriellen Landwirtschaft in Zusammenhang stehen. Die ökologische Landwirtschaft, bei der einige Methoden der biologisch zertifizierten Landwirtschaft zur Anwendung kommen, fördert die biologische Vielfalt auf landwirtschaftlichen Nutzflächen und die Wiederherstellung naturnaher Lebensräume in Agrarbetrieben; diese Lebensräume werden so zu ökologischen Ausgleichsflächen für Bienen und andere Wildtiere. Im Rahmen der ökologischen Landwirtschaft werden keine synthetisch-chemischen Pestizide und Herbizide eingesetzt; die Bienen bleiben deshalb von den giftigen Auswirkungen dieser Agrochemikalien verschont.

Report «Giftiger Garten Eden» herunterladen

Laden Sie hier unseren Report von April 2014 herunter

Report «Gift im Bienengepäck» herunterladen

Laden Sie hier unseren Report von April 2014 herunter

Report «Bye bye Biene» herunterladen

Laden Sie hier unseren bisherigen Report von 2013 herunter

Report «Corporate Science Fiction» herunterladen

Laden Sie hier unsere Auswertung eines von Syngenta und Bayer gesponserten HFFA Berichts herunter

Report «Dripping Poison» herunterladen

Laden Sie hier den Report «Dripping Poison - An analysis of neonicotinoid insecticides in the guttation fluid of growing maize plants» herunter

Bienenschutz – Probleme, Lösungen, Forderungen

Derzeit liegen keine exakten Daten vor, um verlässliche Schlussfolgerungen zum globalen Zustand von Bestäubern hinsichtlich ihres Vorkommens und ihrer Vielfalt ableiten zu können.

Da der Bedarf an Bestäubern sowohl auf lokaler als auch auf regionaler Ebene schneller steigt als ihr Bestand, könnten wir aktuell und in naher Zukunft an die Grenzen der Bestäubung stossen. Das ist darauf zurückzuführen, dass der Anbau hochwertiger bestäubungsabhängiger Kulturpflanzen schneller zunimmt als der globale Bestand kommerziell gehaltener Honigbienen und gleichzeitig auch Wildbestäuber in ihrem Vorkommen und ihrer Vielfalt eingeschränkt werden.

Das Vorkommen von Honigbienenpopulationen ist in den einzelnen Agrargebieten äusserst unterschiedlich: In einigen Honig produzierenden Ländern wird ein Wachstum verzeichnet, andernorts jedoch werden Rückgänge dokumentiert, und das selbst in Gebieten mit hoher landwirtschaftlicher Produktion in den USA sowie in Grossbritannien und vielen anderen westeuropäischen Ländern.